Massive Dielenböden, meist aus Kiefernholz, finden sich sehr oft in alten Häusern. Sie knarren, quietschen und haben große Fugen. Diese Böden sind oftmals über hundert Jahre alt, sie sind also sehr robust. Dieses Alter werden viele moderne Böden, wie beispielsweise Laminat, nie erreichen.

Kann man sich also mit einer größeren Fugenbildung und etwas knarren (dies kann man mit einer guten Unterkonstruktion deutlich reduzieren), sowie einer natürlichen und robusten Optik anfreunden, ist das genau der richtige Fußboden.

Das Material

In unserem Beispiel haben wir einen Kieferboden gewählt, die Holzfeuchte sollte nicht über 10% liegen. Zudem ist die Oberfläche fertig geschliffen, umseitig genutet und mit einer Fase versehen.

Natürlich werden auch andere Holzsorten angeboten (Eiche etc.), allerdings sind diese Sorten auch wesentlich teurer.

Aber auch hier gibt es Unterschiede in der Oberflächenqualität und Sortierung, oftmals müssen die Dielen nach der Verlegung geschliffen werden.

Die Unterkonstruktion

Dielen werden in der Regel auf Lagerhölzern verschraubt, bei alten Häusern wurde der Boden direkt auf die Balkenkonstruktion genagelt, bei hochwertigen Hölzern wurde zudem erst eine Blindboden aus minderwertigem Holz verlegt. Auch eine direkte Verklebung auf Estrichen ist möglich.

Die Lagerhölzer werden im Abstand von ca. 40 cm auf den Untergrund befestigt, um Unebenheiten auszugleichen werden Holzstreifen untergelegt. Um die Übertragung von Trittschall zu reduzieren, sollten an den Auflagepunkten Kork- oder Gummistreifen unterlegt werden.

Dämmung

Wenn nötig können die Zwischenräume der Unterkonstruktion mit Dämmstoff ausgefüllt werden, hierzu eignen sich Schüttungen oder Holzfaserdämmplatten. Auf Stein- oder Mineralwollplatten sollte verzichtet werden, da die Fasern durch die Fugen in die Raumluft gelangen können.

Die Verlegung

Die Dielen werden in verschiedenen Längen angeboten, oftmals reichen die Längen aber nicht und es müssen Stöße angeordnet werden. Dies kann nun im wilden Verband (oft bei Kurzdielen) oder mit einem regelmäßigen Versatz (= regelmäßiger Verband, oft bei Langdielen) geschehen.

Die erste Reihe wird an den Wandverlauf angepasst, das heißt, Unebenheiten werden auf die erste Reihe übertragen und entsprechen zugeschnitten. Die Nut der ersten Reihe zeigt hierbei zur Wand und wird von oben verschraubt. Da massives Holz stark arbeitet, sind unbedingt umlaufende Dehnungsfugen von ca. 1-1,5 cm einzuhalten.

Die nächsten Reihen werden nun schräg durch die Feder auf die Lagerhölzer verschraubt. Bei der letzten Reihe angekommen, wird diese wieder entsprechend auf die Breite zugeschnitten und auch von oben verschraubt.

Oberflächenbehandlung

Je nach Holzart und Sortierung erfolgt nun die Oberflächenbehandlung, sind die Dielen nicht fein geschliffen muss nun zuerst der gesamte Boden geschliffen werden. Danach erfolgt dann eine Endbehandlung mit Lack oder Öl.

Tipp: Die Holzfeuchte sollte ca. 10% betragen.

Dielenboden verlegen - Die Unterkonstruktion

Die Unterkonstruktion.

Dielenboden verlegen - Die erste Reihe

Verschrauben der ersten Bretter.

Dielenboden verlegen

Die ersten zwei Reihen werden von oben verschraubt.

Die Verschraubung

Dann werden die Dielen verdeckt, durch die Feder verschraubt.

Dielenboden verlegen - Ausrichten

Ausrichten der Unterkonstruktion.

Dielenboden verlegen 8

Verlegehilfe.

Dielenboden verlegen 10

Verlegehilfe

Dielenboden verlegen 11

Wenn es mal nicht passt, vorsichtig mit einer Zulage klopfen.

Dielenverbindung - Kopfstöße

Dielenverbindung im Versatz.

Dielenboden verlegen 13

Der fertig verlegte Dieleboden.