Dielenboden spachteln

Holzdielenboden überspachteln

Alte Holzdielen knarren, sind uneben, teilweise lose und stellen somit keinen verlegereifen Untergrund für Teppichböden, PVC-Beläge oder auch Fliesen da.

Ist nun kein Aufbau mit Trockenschüttung und Spanplatten durch die sich daraus ergebende Aufbauhöhe möglich, empfiehlt es sich die Holzdielen mit einer speziellen Ausgleichsmasse zu spachteln.

Die Vorteile liegen, wie schon gesagt, in der geringeren Aufbauhöhe und auch dem geringeren Arbeitsaufwand. Die Kosten für Material können sich jedoch im Vergleich zu einem Aufbau mit Spanplatten verdoppeln.

Beabsichtigen Sie jedoch eine oder mehrere Etagen komplett zu spachteln, sollten Sie wegen des hohen Gewichts einen Statiker oder Architekten zurate ziehen.

Die Arbeitsschritte

  • Dielenboden reinigen, Trennmittel (Wachse usw.) und wasserlösliche Kleberreste entfernen.
  • Morsche und faule Dielen auswechseln.
  • Dielen an der sichtbaren Nagelung nachschrauben.
  • Große Fugen zwischen den Dielen mit Acryl ausfugen – so wird gewährleistet, dass keine Spachtelmasse durch die Fugen wegläuft – trocknen lassen.
  • Randstreifen auftackern – dies verhindert Schallbrücken zu den Wänden und gewährleistet, bei der späteren Montage von entsprechenden Sockelleisten eine Hinterlüftung der Dielen.
  • Auftragen einer speziellen Haftgrundierung (Vorstrich), die auch den Dielenboden vor der Feuchtigkeitseinwirkung der Spachtelmasse schützt – unbedingt die Trocknungszeiten beachten – je nach Haftgrund ca. 24 Stunden.
  • Auftackern eines Armierungsgewebes.
  • Auftragen der Spachtelmasse – Herstellerangaben für die Mindestdicke beachten.
  • Es gibt Spachtelmassen, die speziell für den Ausgleich von Dielenböden, ohne zusätzliche Armierung entwickelt wurden. Wir empfehlen jedoch für den Aufbau, eine Spachtelmasse mit einem Glasfaserzusatz und zusätzlich ein Armierungsgewebe zu verwenden – sicher ist sicher.