|
Teppichpflege - Teppichböden aus synthetischen Fasern
Eine Reinigungs- und Pflegeanleitung der Firma CC-Dr. Schutz, Bonn – mit Genehmigung zur Veröffentlichung.
1. Vorbeugende Maßnahmen
Ein großer Teil des Schmutzeintrages kann durch Sauberlaufzonen vor und in den Eingangsbereichen
sowie durch Schmutzfangmatten vermieden werden. Diese sollten insbesondere im
Objekt eine Mindestgröße von 2-3 Schrittlängen besitzen und müssen regelmäßig gereinigt
werden, um ihren Zweck langfristig zu erfüllen.
2. Unterhaltsreinigung
Die Unterhaltsreinigung ist entscheidend für die Sauberkeit des Teppichboden und bestimmt maßgeblich,
in welchen Intervallen eine Intensivreinigung erforderlich wird. Daher den Teppichboden
abhängig von der Beanspruchung täglich bis mehrmals wöchentlich mit einem leistungsstarken
Bürstsauger wie dem CC-Tebo Bürstsauger S absaugen, der neben losem Schmutz von der Oberfläche
auch Schmutzpartikel tief aus dem Flor entfernt und diesen dabei wieder aufgerichtet. Bei
hochflorigen Belägen die Bürste des CC-Tebo Bürstsauger S ggf. auf die niedrigste Stufe (Hart-
/Glattbelag) einzustellen, um Verfilzungseffekten vorzubeugen. Um den repräsentativen Charakter
des Belages zu wahren, ist ergänzend eine regelmäßige Fleckentfernung (vgl. Punkt 3) als
kontinuierliche Werterhaltungsmaßnahme wichtig.
3. Fleckentfernung
Jeden Fleck möglichst sofort entfernen, nicht eintrocknen lassen. Flüssigkeiten mit saugfähigen
Tüchern abtupfen oder aufsaugen, losen Schmutz absaugen. Die Aufnahme der Flecken immer
vom Rand zur Fleckenmitte hin vornehmen. Zur Fleckentfernung keine herkömmlichen Haushaltsreiniger
oder Spülmittel einsetzen. Fleckentferner nicht direkt auf die Verunreinigung sprühen, sondern
mit dem Tuch auf den Fleck auftupfen und einmassieren. Gelösten Schmutz mit einer
trockenen Stelle des Tuches durch Abtupfen aufnehmen. Gründlich mit klarem Wasser nacharbeiten
und anschließend trockentupfen (ggf. unter Verwendung saugfähiger weißer Haushaltspapiertücher).
Bei der Fleckentfernung nicht reiben und den Belag nicht durchnässen. Zur
Fleckentferung CC-Elatex einsetzen, der sowohl wasserlösliche als auch wasserunlösliche
Flecken entfernt. Bei besonders hartnäckigen wasserunlöslichen Rückständen im Objekt (z.B.
Lacke, Klebstoffe) CC-Fleckenspray R verwenden. Kleinere Flecken können auch mit den
praktischen, anwendungsfertig imprägnierten Fleckweg-Tüchern behandelt werden.
4. Intensivreinigung
Über die regelmäßige Unterhaltsreinigung und Fleckentfernung hinaus erfordert der Teppichboden
in gewissen Abständen eine Intensivreinigung zur vollflächigen Entfernung aller Verschmutzungen.
4.1 Trockenreinigung: Die Trockenreinigung ermöglicht neben der vollflächigen Reinigung des
Belages auch die gezielte Behandlung von Teilflächen (z.B. Laufstraßen), wobei die
Begehbarkeit des Boden während des Reinigungsvorganges erhalten bleibt. Besonders geeignet
ist das System für Belagskonstruktionen, bei denen eine Naßreinigung nicht möglich oder
nicht empfehlenswert ist (z.B. verklettete oder verspannte Teppichböden, Qualitäten mit Vliesrücken,
bei Verwendung wasserlöslicher Kleber und Fixierungen sowie für Doppelbodenkonstruktionen
und lose verlegte bzw. selbstliegende Teppichböden). Hochflorige Beläge sind
vorab auf Anwendbarkeit des beschrieben Verfahren zu überprüfen, um Flor- bzw.
Polveränderungen (z.B. Verfilzungseffekte) durch die mechanische Wirkung der
Reinigungsgeräte auszuschließen. Zur Reinigung den Teppichboden zunächst mit dem HOSTExtractorVAC
unter Verwendung geeigneter Bürsten gründlich absaugen (weiße Bürsten für
kurzflorige Veloure und Schlingenware, weiß-goldene oder goldfarbene für empfindlichere, z.B.
hochflorige Qualitäten). Bei hochflorigen Qualitäten immer in Faserverlaufrichtung arbeiten
(nicht längs und quer). Stark verschmutzte Teilflächen (z.B. Laufstraßen) anschließend mit CCtebo
Intensivreiniger einsprühen, jedoch nicht durchnässen. Danach HOST-Reinigungsschwämmchen
aufstreuen und mit dem HOST-ExtractorVAC einmassieren. Den in den Reinigungsschwämmen
gebundenen Schmutz unmittelbar im Anschluß mit dem HOST-ExtractorVAC
gründlich absaugen, wobei auf eine rechtzeitige Entleerung des Auffangbehälters zu
achten ist. Das vorstehend beschriebene Vorgehen eignet sich insbesondere für die
Anwendung im Objekt. Im Haushaltsbereich erfolgt die Trockenreinigung im CC-Tebo activ-
Trockenreinigungssystem unter Verwendung des Einmassiergerätes CC-Tebo 500.
4.2 Nassreinigung: Eine Intensivreinigung im Sprühextraktionsverfahren ist besonders fasertief und
hygienisch, darf aber nicht angewendet werden bei feuchtigkeitsempfindlichen (Unterboden-
)Konstruktionen. Ein besonders wirkungsvolles Ergebnis dieser Methode wird durch
Verwendung der Bürstwalzen-Sprühextraktionsgeräte CC-Premium F1/F2 in Verbindung mit
CC-Teppichbodenreiniger Konzentrat in Verdünnung 1:60-1:70 erzielt. Hierbei wird die Reinigungslösung
in einem Arbeitsgang mit einer rotierenden Bürstwalze eingearbeitet und über
eine Saugdüse wieder aufgenommen, wobei der gelöste Schmutz aus dem Belag herausgespült
wird. Dieses Vorgehen ermöglicht auch eine Reinigung unter verringertem
Feuchtigkeitsaufkommen. Alternativ kann die Sprühextraktionsreinigung durch Aufsprühen und
Absaugen der Reinigungslösung mit einem CC-Sprühsauger erfolgen. Da hier die vorher
beschriebene, Reinigungs-verstärkende Wirkung der Bürsten fehlt, ist diesem Vorgehen bei
hochflorigen Belägen oder mechanisch empfindlichem Polmaterial der Vorzug zu geben.
Naßgereinigte Teppichböden erst nach vollständiger Trocknung wieder betreten.
5. Imprägnierung - Schutz vor Wiederanschmutzung
Nach einer Intensivreinigung sollte der Teppichboden mit einem geeigneten Imprägnierer
nachbehandelt werden. Hier bieten sich zwei Alternativen an, die sich in der Wirkung der
Imprägnierung unterscheiden.
5.1 Eine Imprägnierung des noch feuchten Belages mit CC-Baygard-Teppichschutz bewirkt eine
dauerhafte Schmutzabweisung gegen Trockenschmutz sowie eine Erhöhung der Faserstabilität
und -elastizität. Die tägliche Unterhaltsreinigung wird einfacher und wirkungsvoller. Diese Form
der Imprägnierung eignet sich vor allem für stärker begangene Bereiche wie z.B. Flure etc. an.
5.2 Durch die Imprägnierung des trockenen Belages mit CC-Fleckschutz perlen Flüssigkeiten ab
bzw. können leichter mit einem saugfähigen Tuch abgetupft werden. Eine Behandlung mit CCFleckschutz
empfiehlt sich z.B. für Essbereiche und dort, wo eine erhöhte Gefahr des
Verschüttens von Getränken gegeben ist.
6. Antistatische Ausrüstung
Elektrostatische Aufladungen (Miniblitze) treten vornehmlich im Winter bei trockener Raumluft auf
und können mit CC-Antistatikum R verhindert werden. Bei einer relativen Luftfeuchtigkeit von etwa
60 % findet in den meisten Fällen eine elektrostatische Aufladung nicht statt.
|